Mitteldeutsche Stadt- und Flusslandschaften

Museum Petersberg: Vom 19. Januar bis zum 17. Februar zeigen die Galerie KunstLandschaft und der GalerieVerlag Mitteldeutschland – sie haben beide ihren Sitz in Halle – die Originale zu den Kunstkalendern 2013 und aktuelle Arbeiten der beteiligten Künstler. Die von Verlagschefin Arne-Grit Gerold und Galeriechef Robert Stephan herausgegebenen Wand- und Tischkalender sind polygrafische Produkte von exzellenter Qualität. Angeboten werden sie als bewusste Alternative zu den verbreiteten Massenkalendern der Großverlage.
Die Petersberger Ausstellung steht ganz im Zeichen einer länger bestehenden Traditionslinie. Bereits seit 2009 läuft auch in diesem Jahr die erste Sonderausstellung unter dem Generalthema „Mitteldeutsche Stadt- und Flusslandschaften“. Die 1965 geborene gebürtige Cottbuserin Sabine Böhm studierte nach einer Lehre als Baufacharbeiterin mit Abitur von 1984 bis 1989 an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung Halle Burg Giebichenstein Innenarchitektur. Seit 1995 arbeitet sie freiberuflich und konnte sich bislang in einer Vielzahl von Ausstellungen profilieren. Für die Originale ihres Wandkalenders „Halle ganz in Seide“ mit Architekturmotiven der Saalestadt verwendete sie den Naturstoff Seide als Malgrund für verschiedene künstlerische Techniken. Vielfach mit Personen belebt sind die Motive ihres Tischkalenders „Vergnügliches Halle“. Heike Lichtenberg, Jahrgang 1957, und ihre 1984 geborene Tochter Claudia, fingen für ihren Wandkalender „Dresden – Stadt des Barock“ in klaren Formen und kräftigen Farben die faszinierende Pracht der ehemaligen sächsischen Residenzstadt ein. Günther Berger, geboren 1930 in der Nähe von Bitterfeld, ist der älteste der ausstellenden Künstler. Der habilitierte ehemalige Dozent am Institut für Kunstpädagogik der Universität Leipzig hat sich für seinen Wandkalender „Leipziger Auenlandschaften“ erfolgreich der Wiedergabe gewachsener Orts- und Naturlandschaften verschrieben. Vadim Voitekhovitch wurde 1963 im weißrussischen Masyr geboren. Seit 2004 lebt der gelernte Dekorateur und Raumgestalter in Deutschland. Sein Wandkalender „Zeit der Veränderung“ entführt den Betrachter zurück in die Zeit der Dampfmaschine. Die fantastischen Motive dampfbetriebener Straßen-, Wasser- und Luftfahrzeuge, die es in diesen Formen niemals gegeben hat, erinnern an die Visionen eines Jules Verne. Beim Betrachten der Originale lassen sich immer wieder neue, interessante Details entdecken. Der Maler, Grafiker und Kunsthistoriker Volker Seifert ist im Jahre 1966 geboren worden. Die filigranen Tuschzeichnungen seines Wandkalenders „Halle-Impressionen“ sind im quadratischen Format gehalten. Es gelingt ihm, mit der Schwarzweißtechnik wundervolle und beeindruckende Licht-Schatten-Effekte auf das Papier zu bringen. Auch in diesem Jahr beweist sich das Thema Stadt- und Flusslandschaften des mitteldeutschen Raumes als ein geradezu unerschöpfliches für unterschiedlichste künstlerische Handschriften und Ausdrucksformen.
Das Museum Petersberg ist täglich außer montags von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.