Amsterdam – Stadt der Grachten und Kanäle

Amsterdam, Stadt der Graften und Kanäle
Keizersgracht & Leidsegracht – typisch für Amsterdam

Ursprünglich befand sich an der Stelle der heutigen Stadt Amsterdam ein Damm sowie eine Schleuse im Fluss Amstel – wir schreiben das 13. Jahrhundert. Die Errichtung jener Bauwerke war nötig, da besonders bei Sturmfluten die Nordsee das Wasser in den Fluss drückte und somit die in der Nähe befindlichen Ortschaften davon bedroht waren. Fischerei und Mühlenbetriebe sind hauptsächlichen Gewerbe in dieser Zeit. Und so verwundert es auch nicht, dass sich kurz darauf ein kleiner belebter Ort direkt an der Schleuse entwickelt. Die Einwohner nennen die Ortschaft Amstelredam – nach dem Fluss Amstel. Im Laufe des Mittelalters entwickelt sich der Ort zu einem kultivierten städtischen Platz, auf dem Waren umgeschlagen und reger Handel getrieben wird. Überregional bekannt, zieht er immer mehr Händler und Handwerker an. Doch die Bebauung war alles andere als leicht, schließlich bestand die Region zu der Zeit vorwiegend aus Sumpf- und Moorland. Viele Gebäude mussten auf Pfählen errichtet werden, die zuvor in den Boden gerammt wurden. Der Damm, der maßgeblich für die Namensgebung der heutigen Stadt verantwortlich ist, existiert nach wie vor – er wurde nur über die Jahrhunderte zu einem Platz innerhalb der Urbanisierung umfunktioniert. Heute heißt dieser Platz einfach nur Dam.

Architektonische Schönheiten

Im Laufe der Zeit hat sich Amsterdam zu einer Metropole globaler Bekanntheit entwickelt. Die Trockenlegung der Sümpfe und die Kanalisierung der Flussdeltas führte dazu, dass immer mehr Bauplatz zur Verfügung stand – und dennoch musste man sich mit dem Wasser arrangieren. Und genau das macht Amsterdam heute zu dem, was es ist. Zahlreiche Grachten und Kanäle durchziehen die Stadt, überspannt von Brücken und flankiert von den typischen drei- bis vierstöckigen Häuserzeilen. Die bekanntesten der Grachten, die früher die Haupttransportwege der Stadt waren,  sind die Prinsengracht, die Keizersgracht, die Herengracht sowie die Singel. Zusammen kommen allein diese vier Kanäle auf eine Gesamtlänge von über 10 Kilometern – und so verwundert es sicher nicht, dass das Bootfahren in Amsterdam so normal ist, wie das Autofahren in anderen Städten. Die Eigenarten der Natur haben dazu geführt, dass sich ein Stadtbild entwickelte, das heute Seinesgleichen sucht. Noch immer müssen Gebäude auf Pfählen errichtet werden, um dem Untergrund gerecht zu werden. Doch die alten Holzpfähle der Gebäude der Innenstadt sind über die Jahre längst vermodert und so entstand der typisch schräge und verzerrte Eindruck der Häuserreihen in der Amsterdamer Innenstadt.

Nightlife und Kulturelle Schnittpunkte

Nightlife in Amsterdam (c) DOATRIP.de
Rotlichtviertel De Wallen (c) DOATRIP.de

Amsterdam ist für sein Nachtleben und seine exzessive kulturelle Akzeptanz bekannt. Wer einmal in Amsterdam unterwegs ist, wird Menschen aller Kulturen, Religionen und Gesinnungen vorfinden. Eine bunte und multikulturelle Stadt, deren Offenheit und Freundlichkeit zum Verweilen einlädt. Das Nachtleben in der holländischen Hauptstadt scheint auch nie zu Enden – oder zumindest erst dann, wenn die Sonne am Horizont kratzt. Eines der bekanntesten Viertel der Altstadt ist das Rotlichtviertel De Wallen. Dabei sollte man aber beachten, dass der Standpunkt zu Sexualität in der Öffentlichkeit hier leicht verschoben ist. Was in anderen Städten eher zu den Sidesteps gehört, ist in Amsterdam ein offenes Highlight für jeden. Die schönsten und aufregendsten Clubs, die netteste Boutiquen und die feschesten Bars finden sich in diesem Viertel – direkt neben in Schaufenstern tanzenden Damen, die häufig mit einem Fingerzeig mehr versprechen.

How to – Ich muss da hin!

Ja, es ist sicher nicht untertrieben, wenn man behauptet, Amsterdam sei eine Stadt, die man durchaus im Leben nicht nur einmal, sondern mehrmals gesehen haben sollte. Prinzipiell bieten sich die normalen Anreisemöglichkeiten, per Auto, Zug oder mit dem Flugzeug. Relativ unkompliziert ist die Anreise mit dem Zug, da der Hauptbahnhof ziemlich zentral gelegen ist. Doch schneller und komfortabler sind sicherlich Flüge nach Amsterdam. Der Airport Schiphol liegt südwestlich der Altstadt. Von hier aus bieten zahlreiche touristische Betriebe, Buslinien und Taxifahrten die Möglichkeit die Innenstadt absolut unkompliziert zu erreichen – Dauer: Zwischen 20 und 30 Minuten. Wenn man aber erst einmal in der Innenstadt ist, vergeht die Zeit (leider) wie im Fluge – wie bereits gesagt, der Tag/die Nacht scheint in Amsterdam nie Enden zu wollen.

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